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Koctel


Fernando Hernández Arboleda, künstlerisch bekannt als Koctel (geb. 1989), wurde in Granada geboren und wuchs in Sevilla, Spanien, auf – einer Stadt, die für ihre Orangenbäume bekannt ist, die zu einer wichtigen Inspirationsquelle und zu einem unverwechselbaren Markenzeichen seines Schaffens wurden. Schon in jungen Jahren zeigte er großes Interesse am Zeichnen und an Graffiti, einer Disziplin, die einen Wendepunkt in seinem künstlerischen Werdegang markierte und es ihm ermöglichte, eine einzigartige Bildsprache voller Energie und Frische zu entwickeln.

Der direkte Dialog zwischen Malerei und urbanem Raum erweiterte seine künstlerische Vision und machte die Fassaden verschiedener Städte zu Zeugen seiner kreativen Entwicklung. Seit 2019 stellt Koctel in lokalen und europäischen Galerien aus, und 2021 gelang ihm der Einstieg in den internationalen Kunstmarkt durch die Teilnahme an bedeutenden Messen wie Art Miami, Art on Paper New York und Art Central Hong Kong. 

Statement

Meine Anfänge im Graffiti und die damit verbundene Bildsprache spiegeln sich deutlich in meiner Malerei wider. Geschwungene Linien und lebendige Farbpaletten sind allgegenwärtige Elemente in meinem Werk und dienen als Verweis auf meine Wurzeln sowie als Ausdruck der Empfindungen und Erfahrungen aus jenen prägenden Jahren, in denen ich auf der Straße gemalt habe. Dieser Ansatz verschmilzt mit einem starken Einfluss japanischer Anime, die eine wesentliche Rolle bei der Prägung meiner Kindheit spielten. Ihre übertriebenen Formen und leuchtenden Farben haben sich tief in mein visuelles Gedächtnis eingegraben, und ich interpretiere sie oft durch eine persönliche Brille neu. Außerdem inspirieren mich mittelalterliche Künstler wie Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel, insbesondere wegen ihrer außergewöhnlichen Liebe zum Detail. Die zitrusförmigen Augen, die in meinen Werken häufig vorkommen, verweisen auf meine Kindheit in Sevilla, wo ich umgeben von Orangen- und Zitronenbäumen aufwuchs. Gleichzeitig fungieren sie als Metapher für das heutige Leben. Heute werden wir von Informationen, Bildschirmen, Werbung und einem ständigen Strom von Reizen überwältigt. Wir sehen uns mit einer Flut von Wahlmöglichkeiten konfrontiert, die sich anfühlen kann wie Zitronensaft, der uns in die Augen gepresst wird – reizend, sauer und Angst auslösend.